Projekt-Bilder |
aus meiner Arbeit als Elektroingenieur |
Hier
sind ein paar Bilder aus meiner Arbeit bei Belimo. Ein paar davon sind letzten
Dezember aus einem kurzen Tagesschaubeitrag zum Thema Forschung in der Schweiz,
wo unser Projekt als Beispiel dienen durfte.
Meine Aufgabe ist es, zusammen mit einem Team
von Mitarbeitern einen grossen Haufen Elektronik (Beispiel Testboard, bzw.
Funktionsmuster) in einen kleinen und möglichst preiswerten Chip zu verwandeln
(z.B. der hintere Chip in "aus_Tagesschau..." mit 64 Beinchen).
Ich habe in diesem Bereich ein Nachdiplomstudium gemacht und trage die technische
Verantwortung in diesen Projekten, wo es um Stückzahlen von etwa einer
halben Million Chips pro Jahr geht, von denen es einen pro Stellantrieb von
Belimo benötigt. Insgesamt stellt Belimo etwa 2
Millionen Antriebe pro Jahr her und ist
damit weltweit marktführend mit dem grössten Absatz in den USA.
Die Antriebe steuern einfach gesagt die Luftmenge, welche in Klimaanlagen
für ein (hoffentlich) behagliches Raumklima benötigt werden. In
den höchsten Gebäuden der Welt, den Twin-Towers von Kuala Lumpur
hat es beispielsweise mehere tausend Luftklappen, welche von unseren Antrieben
betätigt werden. Die Antriebe sehen eigentlich sehr simpel aus, aber
werden häufig unterschätzt. Immerhin sind sie teilweise kommunikationsfähig
und verstehen gegen 50 Befehle, welche für Konfiguration und Wartung
verwendet werden können. Dann gibt es ganz verschiedene Varianten von
Antrieben mit zusätzlicher Messung der Luftmenge oder mit Sicherheitsfunktionen
für den Brandschutz. Neben Stellantrieben für Luft fertigt Belimo
auch immer mehr Ventilantriebe für Wasseranwendungen (z.B. Heizungen).
Ansonsten bin ich auch zuständig für neue Technologien und habe
die Aufgabe diese zu beobachten und abzuschätzen, ob sie sinnvoll in
unseren Produkten einzusetzen wären.
Was im Moment klar zu kurz kommt in meinem jetzigen Job, ist die Software-Seite,
welche ich auch sehr schätze! Ich habe schon ein grösseres Software-Projekt
in London geleitet, ein Abtransportsystem
für eine der grossen Tageszeitungen dort (Daily Mail). Ich hoffe aber,
dass es wieder mal Gelegenheit auch dafür gibt, da Abwechslung halt schon
einen sehr hohen Stellenwert bei mir hat! Immerhin wird die digitale Hardware
in den Mikrochips auch "softwaremässig" realisiert mit einer
eigens dafür konzipierten Hochsprache Verilog (es gibt auch noch VHDL).
Einen ganz besonderen Job habe ich leider nicht
annehmen können, weil ich damals vor 9 Jahren noch verheiratet war und
die Familie mit meinen beiden damals noch ganz kleinen Mädchen klar Priorität
hatte. Ich habe mich damals für den Job beim Sauber
Formel1-Team beworben, um die Fahrzeugelektronik
ganz neu zu realisieren und hatte von Sauber-Seite bereits die Zusage. Da
ich aber dies unter sehr grossem zeitlichen Druck hätte machen und an
alle Rennen hätte mitgehen müssen, ist das für mich nicht in
Frage gekommen, wäre aber zweifelslos eine sehr faszinierende Spielwiese
für Hightech-Elektronik vom Feinsten gewesen....
Folgendes Bild habe im Juli gemacht vom
Layout des Halomo-Chip mit einer speziellen
Ansteuerung für einen bürstenlosen Motor und einiges an sonstigen
Funktionen und "Intelligenz". Mit diesem Chip sollen bis zu eine
Million Antriebe pro Jahr gefertigt werden. Die regelmässige Struktur
links ist der Digitalteil mit 6500 digitalen Gattern mit einer Strukturgrösse
von 0.7um und der ganze Chip hat eine Grösse von etwa 3x5mm!